Wiebke Trunk


 

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Kunstvermittlung

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September 11
Weiterbildung für KunstvermittlerInnen im Kreis Nordhorn für Fahrradführungen im Rahmen des Skulpturenprojektes
raumsichten.

raumsichten wird die deutsch-holländische Skulpturenroute kunstwegen Richtung Süden durch die Obergrafschaft Bentheim bis nach Nordrhein-Westfalen verlängern....
"Die ungewöhnliche Initiative von raumsichten sucht Einfluss zu nehmen. Sie zielt auf die Vermittlung und Moderation eines ergebnisorientierten Zusammentreffens zwischen Verwaltung, Planung und Künstlern. Schließlich geht es für alle darum, in der Landschaft zu sein, zu handeln und mit eigenen Augen zu sehen."
(Zitat der webseite: http://www.raumsichten.org/service.5.0.html)
Die KunstvermittlerInnen werden eine zentrale Position einnehmen, um dieses Vorhaben umzusetzen.



April 11 Weiterbildung für SprachlehrerInnen anhand von Gemälden im Museum, vhs Stuttgart



Mai - Oktober 10 Workshops zur Ausstellung des ifa „Otto Dix - Das Radierwerk. Der Krieg und kritische Grafik 1920 - 24“ in Südkorea

Mit KunststudentInnen der Kunstakademie in Seoul sowie Pädagoginnen und Kunstvermittlerinnen in Daejon habe ich einen Workshop durchgeführt, in dem wir uns mit aktuellen Bildern aus dem Internet, aus Zeitschriften und Zeitungen, auf denen entweder sexuelle oder kriegerische Aggression zu sehen waren, befassten. Ein Thema war u.a. der Koreakrieg bzw. Aggressivität in Bildern sowie neue Unterrichtskonzepte dazu, aber auch, insbesondere für die Studierenden, Fragen über sexuelle Gewalt. Wir arbeiteten sowohl
im Museum of the University of Seoul als auch im Museum of Daejon im Museumsraum, stellten dort die Abbildungen aus den Medien, sowie die neu entstandenen Collagen und Bilder neben die von Dix, um über Inhalte, Komposition und Zeitbezüge zu diskutieren. Siehe auch
http://www.ifa.de/?id=7069.


Januar 2010
mehrtägige Workshops
für MuseumspädagogInnen und KünstlerInnen zu Gerhard Richters Ausstellung „Übersicht“, präsentiert vom ifa im Goetheinstitut in Santiago de Chile

In diesem mehrtägigen Workshop zu Gerhard Richters Ausstellung „Übersicht“ in Santiago de Chile für MuseumspädagogInnen und KünstlerInnen bearbeiteten wir zunächst die Themen: Die Darstellung von Realität durch unterschiedliche Medien - wie Fotografie, Reproduktion, Malerei - und die damit verknüpfte Wahrheitsproduktion. Die Diskussion mündete in einer eigenen Bildproduktion. Über diesen Zugang bestimmten die TeilnehmerInnen den anschließenden Gang durch die Richter-Ausstellung selbst, indem sie ausgehend von ihren praktisch-künstlerischen Einsichten das Verhältnis von Medialität und Inhalten in den Bildern von Richter mit der Gruppe besprachen. Die während des Workshops entstandenen Blätter wurden im Ausstellungsraum neben den Arbeiten von Richter präsentiert.


Mai 08 - Juli 09 Vorträge und LehrerInnenfortbildung im Auftrag von ifa und Goetheinstitut zur Ausstellung: „Otto Dix - das Radierwerk und kritische Grafik 1920 -24“ (Tbilissi, Georgien; Nicosia, Zypern; Hermannstadt, Klausenburg, Kronstadt, Temeswar in Rumänien)

Neben den Vorträgen über Otto Dix' Druckgrafik (z.B. „Der Krieg“) der zwanziger Jahre habe ich z.B. in Nicosia mit LehrerInnen im Rahmen eines Seminars Möglichkeiten diskutiert, wie sie mit SchülerInnen, die im Alltag mit Diskriminierung und Gewalt konfrontiert sind, die Bilder von Dix nutzen können, um über verschiedene Darstellungen von Aggressivität nachzudenken. Die Tatsache, dass es sich bei den Arbeiten von Dix um Kunstwerke handelt, erzeugt eine besondere Aufmerksamkeit, durch die Blicke sensibilisiert werden z.B. für Fragen der Menschenrechte. Aufschlussreich war dabei auch der Vergleich mit aktuellen Bildern aus den Medien.


April - Mai 06 Leitung der Weiterbildung „Kunstvermittlung von KünstlerInnen“, Kunstverein Freiburg

Felicity Lunn, Leiterin des Kunstvereins Freiburg, bat mich um ein Seminar zu der Frage, wie KünstlerInnen Kunst vermitteln können und sollen. Entscheidend für die Vermittlung durch KünstlerInnen ist, dass sich diese stets ihrer Doppelfunktion bewusst sind. Nach der Auseinandersetzung mit der jeweiligen Arbeit der KünstlerInnen wurde in dem Seminar das Spannungsverhältnis zwischen künstlerischer Produktion und Kunstvermittlung diskutiert. Gleichzeitig wurden konkrete Strategien entwickelt für eine Kunstvermittlung, die auf unterschiedliche RezipientInnen zugeschnitten ist. Diese Programme sind inzwischen in das Vermittlungsangebot des Kunstvereins aufgenommen worden.
Im Text der neuen Broschüre zur Kunstvermittlung des Kunstvereins Freiburg heißt es jetzt: „Die Formen aktueller Kunst sind ausgesprochen vielfältig. Der Zugang wird dadurch oftmals erschwert und die Auslegung erscheint widersprüchlich! Das Kunstvermittlungskonzept, das wir insbesondere für Schulen und Familien hier anbieten, schafft den notwendigen Raum, um zeitgenössische Kunstwerke mit den eigenen Sinnen so wahrzunehmen, dass zum einen ein verständlicher Zugang möglich wird und zum anderen, dass durch eine kreative Umsetzung neue und unerwartete Einblicke stattfinden können... Deshalb basiert das Konzept des Kunstvereins Freiburg auf dem Modell der von KünstlerInnen geleiteten Workshops, die als KunstproduzentInnen einen anderen Blick auf die Arbeiten haben.“
Gleichzeitig wurde ein Anforderungskatalog formuliert, unter welchen Bedingungen Kunstvermittlung sinnvoll stattfinden kann. So geht es etwa darum, die oftmals noch marginalisierte Position von Kunstvermittlung innerhalb von kulturellen Institutionen zu verändern. Es gilt damit Arbeitsbedingungen und Honorierung zu verbessern und grundlegende Bedingungen für eine erfolgreiche Kunstvermittlung bei Ausstellungskonzeptionen zu berücksichtigen (z.B. Öffnungszeiten, Eintritt, Informationen, räumliche Notwendigkeiten).

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